Komposition und soundtechnische ­Ausführung

Das Werk „Elbe“ wird verschiedene zeitliche / historische und geografische Zonen „beleuchten“, es soll „auf den Grund“ gehen, anklagen, zerstören, begrüßen, auch anzweifeln oder idealisieren.

Weil uns die Elbe als Deutsche vielfältig persönlich berührt, verlangt eine vielfältige Art der Betrachtung ein ebenso vielfältiges, multimediales Kunst-Projekt.

Musik, Tanz, gesprochenes und gesungenes Wort, Großprojektion/Filmeinspielungen
und Lichtdesign sind die Mittel zur Darstellung der Collage.

Daher hat die Komposition auch einen „Werk-Charakter“, gewaltig und zeitlos, experimentell und einfühlsam, kräftig und zerbrechlich.

Der Blick in die Zukunft, welcher auch Tod und Geburt bedeutet ist zugleich Grundlage dieser Musik – sie wird Grenzen verwischen und überschreiten.

Die vielen Facetten der Elbe in Zeit und Raum fordern die Musik förmlich heraus: zum Ergänzen, zum Bedingen, abgrundtief in die menschliche Vorstellungskraft vorzudringen … Schönheit und Liebe, Grauen und Verzweiflung auf eine Stufe zu stellen … sich selbst zu stellen…

Dramatische Hörerlebnisse werden dem Publikum präsentiert, durch immer wieder veränderbare akustische Räume, die mittels Mehrkanaltontechnik (Surround) realisiert werden. Das Besondere an der Ausführung des Elbe-Werkes wird sein, dass der 6. Soundkanal in der Mitte über dem Publikum positioniert wird. So wirkt diese neue
Sounddimension nicht nur um das Publikum herum sondern auch von oben … wo der Eindruck einer akustischen „Kuppel“ entsteht.

Die Interpretationen eines Tenors und einer Altistin werden neben dem gesprochenem Wort die Bindeglieder zwischen klassischer und zeitgenössischer Musik, abstraktem Sound/Geräuschcollagen und Multiperformances sein.

Ein komplettes sinfonisches Orchester wird durch Instrumentalsolisten und moderne elektronische Instrumente ergänzt, außerdem auf fünf Percussionisten aufgestockt. Ein gemischter Chor übernimmt neben den gesanglichen Aufgaben auch Sprechtextinterpretationen.
Alle Musiker und Sänger werden auch darstellerische Performance-Aktionen übernehmen.

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